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Die Kapelle von Seelfingen

St. Agatha

1324 wird die der hl. Agatha geweihte Kapelle erstmals genannt. Im 14. Jh. scheint hier eine Pfarrei bestanden zu haben, deren Patron der hl. Blasius (1541) war, den erst später (1694) wieder die hl. Agatha abgelöst hat. Den Kirchensatz hatte die Konstanzer Dompropstei, der die Seelfinger Kirche offenbar inkorporiert gewesen war. Bis zum 17. Jh. war die Pfarrei regelmäßig besetzt. Seit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde sie nur noch durch auswärtige Pfarrer (Mahlspüren, Bonndorf und Billafingen) versorgt. 1818 erfolgte schließlich die Zuteilung zur Pfarrei Mahlspüren.

Die ehemalige Parrkirche scheint um 1730 grundlegend umgebaut worden zu sein, wahrscheinlich hatte sogar ein ein völliger Neubau stattgefunden. Die Weihe erfolgte 1730 zu Ehren der hl. Agatha und Stephanus. Die beiden Seitenaltäre waren den hl. Stephanus und Johann Nepomuk bzw. Martin, Leonhard, Georg und Eligius geweiht. Im 19. Jh. erfolgten verschiedene Reparaturen, 1844 wurde eine Orgel angeschafft, 1845 eine neue Bestuhlung, 1847 ein Taufstein, den Bildhauer Egger in Konstanz geschaffen hatte. Die neubarocke Ausmalung besorgten 1859/61 Ferdinand und Gustav Pollikeit. Die über der Gemeinde im Friedhof gelegene Kapelle ist eine flachgedeckte Saalkirche mit eingezogenem dreiseitigem Chor. Sie wird von einem achtseitigen Dachreiter mit Zwiebelhelm bekrönt. Das Langhaus und der Chor werden von einer Holzkassettendecke aus dem 18. Jh. überspannt. Die Ausstattung stammt überwiegend aus der Zeit um die Mitte des 18. Jh.

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