Logo SE ohne Turmlogo se 2

1702
Einem Gypser zu Weingarten für einen Riß zu einer neuen Kirche bezahlt 8 fl.
1710 Ihre Hoch Ehrwürden H. Jiechant wegen ertheilter Lizenz die Pfarrkirche in Liggersdorf abzubrechen und wieder aufzubauen, nit weniger, daß er den ersten Stein gelegt hat, bezahlt 3 fl 47 kr
1718 Bei Weihung der Kirche sind expendiert worden 9 fl 50 kr
Am 3. Mai 1718 wurde durch den Generalvikar von Konstanz Bischof Konrad Ferdinand von Tricale die Kirche zu Deutwang konsekriert. Wahrscheinlich hat dieser am Tage zuvor oder danach auch die Pfarrkirche in Liggersdorf geweiht.
Die Sakristei (1) im Erdgeschoß des Turmes war der Chorraum der Vorgängerkirche, einer geosteten Chorturmkirche aus dem 15. Jahrh..
Aus der Vorgängerkirche stammen noch die hochgotische Kreuzigungsgruppe (2) und der Taufstein (3) aus dem 15.Jh.
1722 Epitaph des Obervogtes von Hohenfels, Leopold Carl v. Eggs (16)
1727 Johann Fel. Hegenauer, Bildhauer in Pfullendorf und Jakob Herbst, Schreiner dahier erhalten für Fertigung des neuen Hochaltars (4) 428 fl.
Die beiden fast lebensgroß dargestellten Patrone der Kirche, die hll. Kosmas und Damian zählen zu den ältesten Heiligen der Kirche. Als syrische Christen erlitten sie unter Diokletian den Märtyrertod. Ihre Verehrung breitet sich von Konstantinopel (458) über Rom in das Frankenreich aus(560).
Eine Kultintensivierung ist im 8./9. Jahrh. in allen Teilen des fränkischen Reiches festzustellen, im Bodenseeraum zuerst auf der Reichenau und in Petershausen (1093).
In Liggersdorf ist das Patrozintum seit 1579 bezeugt.
um 1730 ausdrucksstarke Pieta (18)
1737 Nicolaus Spiegel, Maler zu Meßkirch, veraccordiert die Fassung des Hochaltars um 550 fl.
Über dem Mittelbild das Wappen des Landkomturs F.J.A. von Reinach (1730 - 1735)
um 1750 Christus im Kerker (19)
1759 sind die Kreuzwegbilder datiert von Johann Stutz, Hoßkirch.
1762 Der alte Plafond der Kirche wurde herabgenommen und aus dem Holz erlöst 4 fl.
Es wurde der neue Plafond der Kirche hinaufgemacht, auch die Fenster neugemacht.
Baudirector Bagnato erhielt accordgemäß 1200 fl.
1763 entstanden die Deckenfresken im Langhaus (5): Franz Josef Zürrcher inv. et pinxit 1763
Sie zeigen im Hauptbild die Kirchenpatrone und andere Heilige als Vermittler göttlicher Gnadengaben und bei der Orgel ihr Martyrium.
Über dem Chorbogen das Wappen des Landkomturs Ch. M. Graf von Königsegg-Rothenfels (1757-1774)
1764 Die Kanzel wird von Hoßkirch hergeführt, Fuhrlohn 2 fl. (6)
1765 Altarblatt “Sterbestunde“ (7) von Hofmaler Job. Fr. Thadd. Wocher
1788 Der Maler Josef Anton Mesmer aus Saulgau erhält für das Chorfresko (8), das die allumspannende Verehrung der Mutter des Erlösers zeigt, 55 fl.
1802 malte Anton Sohn aus Zizenhausen das Altarblatt “Anbetung der Hirten“ (9)
1803 das “Abendmahl“ (10). Anton Sohn ist bekannter als Schöpfer der begehrten Zizenhauser Terrakotten.
1815 Epitaph der Frau Hofrätin F. von Widmann, Hohenfels (17)
1816 Mit Alois Dürr, Bildhauer und dessen Bruder Sebastian, Maler zu Überlingen wurde die Erstellung der beiden Seitenaltäre (11 u. 12) um die Summe von 255 fl. veraccordiert. Das Altarblatt ad S. Johannem B. war in diesem Betrag mit inbegriffen.
1825 Der Maler von Ow (wohl Anton Fidel) faßt das große Kruzifix (13) mit der schmerzhaften Muttergottes.
1850 Verkündigungsbild von Lütz, Sigmaringen für den linken Nebenaltar.
1856 Verlängerung des Langschiffes um etwa 6,5 m nach Plänen von Hofkammer- Bauinspektor Laur, Sigmaringen.
1885 Auf Weihnachten wurde ein Christkind aus Wachs in einem Glasgehäuse angeschafft. Preis 150 M, (15) ?
1889 Hochaltarbild von Prof. Julius Frank, München: “Maria übergibt das Skapulier“ (14)
Seit 1722 besteht hier eine Skapulier-Bruderschaft.
­