Logo SE ohne Turmlogo se 2

Der mächtige, quadratische Kirchturm aus dem 15. Jahrhundert enthält als Erinnerung an die ehemalige geostete gotische Chorturmkirche in seinem Erdgeschoß, das heute als Sakristei dient, ein Sterngewölbe mit Strengewölbe mit einfachen Rippen, dessen heute übertünchter Schlußstein das Wappen der Herren von Jungingen zeigt, das auf eine Erbauungszeit dieser Vorgängerkirche in der Blütezeit dieses Geschlechtes in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts schließen läßt. Weitere Vorgängerkirchen bis zurück in die karälingische Gründungszeit standen vermutlich an gleicher Stelle.

1702 werden einem “Gypser“ zu Weingarten für einen Riß zu einer neuen Kirche 8 Gulden bezahlt.
1710 erhält “Jhre Hoch Ehrwürden Herr Dechant“ für die erteilte Lizenz die Pfarrkirche in Liggersdorf abzubrechen und wieder aufzubauen, “nit weniger, daß er den ersten Stwein gelegt hat“ 3 Gulden 47 Kreuzer
1718 “Bei Weihung der Kirche sind expendiert worden 9 Gulden 50
Kreuzer.“
Der Gemeralvikar von Konstanz Bischof Konrad Ferdinand von
Tricale konsekrierte am 3. Mai 1718 die Kirche zu Deutwang.
Vermutlich hat er auf derselben Reise auch die Pfarrkirche in
Liggersdorf geweiht.
1727 Johann Felizian Hegenauer, Bildhauer in Pfullendorf und Jakob Herbst, Schreiner dahier erhalten für Fertigung des neuen Hoch- altars 428 Gulden.
1736 Zu dem großen Kruzifix in der Kirche dem Bildhauer (Hegenauer) und dessen Sohn 7 Gulden Trinkgeld bezahlt.
1737 Nicolaus Spiegel, Maler zu Meßkirch, veraccordiert die Fassung des Hochaltars um 550 Gulden.
1738 Der Bildhauer zu Pfullendorf fertigt um 8 Gulden 30 Kreuzer einen neuen Palmesel und Maler Spiegel faßt denselben um 6 Gulden.
1759 sind die Kreuzwegbilder von Johann Stutz, Hoßkirch datiert.
1762 Der alte Plafond der Kirche wurde herabgenommen, der neue Plafond hinaufgemacht, auch die Fenster neugemacht.
Baudirector Bagnato erhielt accordgemäß 1200 Gulden.
1763 entstanden die Deckenfresken von Franz Josef Zürcher im Langhaus.
1764 Die Kanzel wird von Hoßkirch hergeführt, Fuhrlohn 2 Gulden.
1765 Hofmaler Job. Fredrich Thaddäus Wocher malt das Altarbild “Sterbestunde“.
1788 Der Maler Josef Anton Mesmer aus Sau Igau erhält für das Chor- fresko, das die Verehrung der Gottesmutter durch die vier Erdteile zeigt, 55 Gulden.
1802/03 Kirchenmaler Anton Sohn aus Zizenhausen malt die Altarblätter “Anbetung der Hirten“ und das “Abendmahl“.
1816 Mit Alois Dürr, Bildhauer und dessen Bruder Sebastian, Maler zu Überlingen wurde die Erstellung der beiden Seitenaltäre um die Summe von 255 Gulden veraccordiert, Das Altarblatt ad St. Johannem B. war in diesem Betrag mit inbegriffen.
1825 Der Maler Anton Fidel von Ow faßt das große Kruzifix mit der schmerzhaften Muttergottes.
1848 Verkündigungsbild von Sebastian Lütz, Sigmaringen für den linken Nebenaltar.
1856 Verlangerung des Langschiffes um etwa 6,5m nach Plänen von Hofkammer-Baunspektor Laur, Sigmaringen.
1889 Hochaltarbild ‘Maria übergibt das Skapulier“ von Prof. Julius Frank, München.
­